Gebühren des Rechtsanwalts

Ich kann es mir nicht leisten ...                                                                                                                                                           auf einen Anwalt zu verzichten.
Ich kann es mir nicht leisten ... auf einen Anwalt zu verzichten.

Gebühren und Auslagen stellt der Rechtsanwalt auf Grundlage des  Rechtsanwaltsvergütungsgesetzes (RVG) in Rechnung.

 

In vielen Familiensachen, in Verkehrs(zivil)rechtssachen und in anderen Zivilrechtssachen richtet sich die Höhe der Gebühren grundsätzlich nach dem Wert des Gegenstandes, der vom Anwalt bearbeitet wird. Beauftragen Sie den Anwalt mit der Geltendmachung von Schadensersatz für Ihr bei einem Verkehrsunfall zerstörtes Auto, werden die Gebühren also höher sein, als wenn es lediglich um einen Kratzer an der Stoßstange geht.

 

Je nach Art der Tätigkeiten des Anwalts, können hierbei eine oder mehrere Gebühren in unterschiedlicher Höhe anfallen. Daneben sind Auslagen und Umsatzsteuer zu zahlen. Die Einzelheiten zu erklären, wäre kompliziert und würde hier den Rahmen sprengen. Eine erste Orientierung sollen folgende Berechnungen bieten. In Ihrem speziellen Fall können die Gebühren sowohl nach oben als auch nach unten abweichen!

 

Macht der Anwalt für Sie in einer durchschnittlichen Schadensangelegenheit Ansprüche in Höhe von € 3.000,00 außergerichtlich geltend, so verdient er eine Geschäftsgebühr von € 261,30. Hinzu kommen eine Auslagenpauschale in Höhe von € 20,00 und die Umsatzsteuer, zusammen € 334,75.

 

Beauftragen Sie den Anwalt in einer durchschnittlichen Schadenangelegenheit damit, Ansprüchen in Höhe von € 10.000,00 geltend zu machen, beträgt seine Vergütung insgesamt € 887,03.

 

Die Rechnung wird in beiden Fällen höher ausfallen, wenn etwa der Aufwand der Bearbeitung überdurchschnittlich hoch ist oder wenn der Anwalt eine Einigung mit der Gegenseite herbeiführen kann. Muss die Angelegenheit gerichtlich verfolgt werden, kommen weitere Gebühren hinzu.

 

Bei Strafsachen und Bußgeldsachen wird vom Gesetzgeber für die Gebühren ein (Betrags-) Rahmen vorgegeben. Die Höhe der einzelnen Gebühr richtet sich nach mehreren Kriterien, etwa dem Umfang oder der Schwierigkeit der zu erbringenden Tätigkeit. Wie viele Gebühren anfallen, hängt davon ab, mit welchen einzelnen Tätigkeiten der Anwalt beauftragt wurde. In einer durchschnittlichen Strafsache, in der ein Mandant sowohl außergerichtlich im vorbereitenden Verfahren als auch gerichtlich vertreten wird, könnte der Rechnungsbetrag zum Beispiel auf rund € 850,00 lauten.

 

Unabhängig von alledem ist es möglich, dass Anwalt und Mandant für die Bearbeitung einer Angelegenheit eine Vergütungsvereinbarung schließen. Hierbei kann - unter Beachtung einiger Einschränkungen - eine Vergütung vereinbart werden, die von den gesetzlichen Gebühren abweicht.

 

Die Anwaltsgebühren muss der Mandant grundsätzlich selber zahlen. Es kann aber eine Übernahme oder eine Erstattung der Gebühren durch Dritte in Betracht kommen, etwa durch die Rechtsschutzversicherung oder die Gegenseite. Bei geringem Einkommen gewährt der Staat Hilfeleistungen in Form von Beratungshilfe und Prozesskostenhilfe.

 

Sprechen Sie uns hinsichtlich der Kosten gerne an, damit wir Ihnen bereits vor Beauftragung sagen können, in welcher Höhe Gebühren entstehen können und ob diese von dritter Seite übernommen werden müssen.